FF Voorde

Voorde im Jahr 1934

 

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Weihnachten bei uns in Voorde

 

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Hier der Voorder Wehrführer-Mühlenstein und unser Abschied vom Fükw

 

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Unser Fahnenumzug zur 125 Jahrfeier am 23.05.2014

 

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Unsere Atemschtuzgeräteträger treffen auf einen Hasen, so kann eine Promotiontour auch laufen

Der Ortsteil Voorde

Der Ortsname Voorde

Der Name „Voorde“ (in alten Urkunden auch Fuhrde, Vörde, Foort) ist eindeutig. Er ist abgeleitet von Furt, Durchgang durch ein Gewässer. Hier: Durchgang durch die Eider. Die ursprüngliche Furt lag am Ende des Eiderholzes, wo das Eidertal sich stark verengt und die Höhen beiderseits bis auf wenige Meter an die Ufer der Eider heranreichen. In dem langem Tal von der Schmalstehder Mühle bis zum Schulensee war hier die einzige Stelle, wo der sonst moorige und sumpfige Untergrund kiesig und fest, dass Tal schmal war. Nur hier war ein Durchgang möglich. Hier waren die Furt und damit auch die ersten Siedlungen. Der Flurname „Wührden“ der angrenzenden Koppeln bestätigt dies. Nach der Flurnamenforschung weist der Name Wührden immer auf die ersten Siedlungen hin.

Ein kleiner Heimat- und Sachunterricht: Das Eidertal

Die geologische und landschaftliche Beschaffenheit des Gemeindegebietes ist in der Grund und Bodenbildung auf Gletscherüberlagerungen der letzten Vereisung vor rund 20.000 Jahren zurückzuführen. Das Eidertal selbst ist ein gewaltiges Tunneltal. Am Ende der letzten Eiszeit sammelten sich infolge der steigenden Temperaturen gewaltige Wassermassen am Grunde der mächtigen immerhin noch 200-300 m hohen Gletscher. Durch Risse und Spalten fanden sie den Weg zum Grunde des Gletschers. Unter dem Eis gruben sie sich einen Weg nach Süden, ein Urstromtal entstand. Rest dieses alten Tunneltales sind der jetzige Kieler Hafen, der Drachensee, der Schulensee, dass Eidertal, der Schmalsteder Mühlenteich, der Bordesholmer- und der Einfelder See. Als dann nach tausenden von Jahren die Eider sich einen Weg in entgegen gesetzter Richtung suchte, fand sie ihr Tal schon fertig vor. Für ihre geringen Wassermassen war es allerdings viel zu breit und gewaltig. Wie ein schmaler Streif schlängelte sie sich heute durch das breite, grüne Tal. In den Kieler Hafen konnte sie jedoch nicht. Die Viehburger Berge und der Hornheimer Riegel versperrten ihr den Weg.

Voorde – Vom Dorf zum Ortsteil

Im Jahre 1937/1938 wurde aus den bis dahin selbstständigen Gemeinden Großflintbek, Kleinflintbek und Voorde die Gemeinde Flintbek gebildet und erhielt einen eigenen Amtssitz.

Das alte Dorf Voorde, ursprünglich ein kleines Bauerndorf mit nur vier Bauernstellen, lag versteckt in einer Mulde auf einem Höhenzug. Von der heutigen Hamburger Chaussee auf der einen Seite und der heutigen Bahn auf der anderen Seite, waren von diesem alten Dorf, den Blicken entzogen, nur die Firste der Bauernhäuser zu sehen.

Anders wurde dies, als Voorde nach dem Bau der Bahnlinie Altona-Kiel (1845) eine Bahnstation wurde. Der Bahnhof lag auf der Gemarkung Voorde, unmittelbar an der Grenze zu Großflintbek und erhielt den Namen Voorde, obgleich Großflintbek größer war. Auch das später eingerichtete Postamt erhielt den Namen Voorde. Am Weg von „Altvoorde“ zum Bahnhof (Freeweid) entstanden einzelne Geschäftshäuser und Handwerksbetriebe. Das Wiesental der Eider mit seinen bewaldeten Abhängen (Eiderholz und Krähenwohld zog bald mehr Menschen hierher. Menschen die im leicht erreichbaren Kiel Arbeit fanden, wählten ihren Wohnsitz hier. Vor allen Dingen war es aber eine Schicht wohlhabender älterer Menschen, (Pensionäre, ehemalige Gutspächter, Geschäftsleute), die hier Ihren Feierabend verleben wollten. Die ehemalige Sandkuhle wurde durch die Bauvorhaben des Fabrikanten Lassen (Lassenweg und Brückenstraße) eine besonders schöne Anlage und trug wesentlich zur Strukturveränderung des Dorfes Voorde bei (1907). So entstand, getrennt vom alten Bauerndorf, eine vornehme, gepflegte Villenanlage.

Das bäuerliche Element wurde durch diese Entwicklung sehr zurückgedrängt. Die finanziell starken, beweglichen und einflussreichen Geschäftsleute und Pensionäre gewannen größeren Einfluss. Sie pflegten den Ort und zeigten sich vielen Neuerungen aufgeschlossen. So erhielt das Dorf Voorde schon vor der Jahrhundertwende ein Elektrizitätswerk und die Lassenhäuser eine zentrale Wasserversorgung, die noch 1951 in Betrieb war.

Was verbindet man heute noch mit Voorde?

Wo sich heute in der Straße „Mühlenhof“ die Seniorenanlage befindet, befand sich schon früher der „Mühlenhof“ mit landwirtschaftlichen Gebäuden und einem Mühlteich, an dem eine Wassermühle betrieben wurde. Zuerst wurde hier das Korn der umliegenden Landwirtschaft gemahlen, später Strom erzeugt - schon damals sehr fortschrittlich. Gegenüber des Mühlenhofes (Zugang zum Wald, Eidertal) befand sich zuerst die Schmiede.

1908 wurde an dieser Stelle das „Eiderschlösschen“, ein damals sehr bekanntes Ausflugslokal, fertig gestellt. Die Blütezeit war vor dem 1. Weltkrieg, in den zwanziger Jahren. In den 1960er Jahren wurde es wegen Baufälligkeit abgerissen. 1942 – 1944 entsteht in Voorde die Finnenhaussiedlung, als kostengünstiger Wohnraum für ausgebombte, kinderreiche Familien. In der Straße „Freeweid“ befanden sich viele Geschäfte und Betriebe. So zum Beispiel die Schmiede von Richard Rieper, der zu Lebzeiten aktives Mitglied und später Ehrenmitglied der Feuerwehr Voorde war. Viele werden sich noch an die Bäckerei Langbehn erinnern. Auf der anderen Seite befanden sich zwei Lebensmittelgeschäfte, ein Fischgeschäft, früher noch als Holzbude, später u.a eine Apotheke, die Kieler Volksbank, die auch heute noch für ihre Kunden vor Ort ist. Der Bahnübergang trennte, aber verband auch die Straße „Freeweid“ mit dem Kätnerskamp/ Müllershörn, wo sich ein Sattler, Heitmanns Gasthof mit Saal und Kegelbahn, der Landwirtschaftliche Bezugsverein (heute Hörn Passage), später ein Papierwarengeschäft, ein Friseur und ein Textil- und Kurzwarengeschäft, befanden. Geblieben ist die Bordesholmer Sparkasse.

Gegenüber der Sparkasse befanden sich kleinere Geschäfte wie eine Drogerie und die große Kakao-Fabrik der Fa. Schacht & Co. 1 978 wurden die Gebäude abgerissen, heute steht hier der famila-Markt. Die Straße „Freeweid“ war die einzige Verbindungsstraße zur Hamburger Chaussee (jetzt L 318) und neben dem „Kätnerskamp“ und dem anschließenden „Rosenberg“ und der „Dorfstraße“ die Hauptstraße Flintbeks. Mit zunehmendem Autoverkehr waren die Bahnschranken immer mehr ein Hindernis. Schon seit 1965 hatte es sich die Gemeinde Flintbek vorgenommen, eine Umgehung zu bauen. 1971/1972 wurde dann aus dem damaligen „Wiesenweg“ mit einer kleinen Bahnunterführung, die Straße „Eiderkamp“ mit einem großen Tunnelbauwerk. Der Bahnübergang am Bahnhof/Freeweid konnte nun geschlossen werden; für die Fußgänger wurde ein Fußgängertunnel gebaut. Die Schließung des Bahnübergangs hat wohl letztendlich zur Schließung der meisten Geschäfte und Betriebe auf der westlichen Seite der Bahn und zur Trennung des Ortszentrums rund um den Bahnhof geführt.

Die Grenzen des Ortsteiles Voorde sind gleichzeitig vorrangig das Einsatzgebiet der Freiwilligen Feuerwehr Voorde. Die Grenzen verlaufen nordwestlich der L 318, die erste Hälfte der „Möwenstraße“, östlich der Bahn die Straße „Bergkoppel“,  südlich der „Heitmannskamp“ mit dem ehemaligen Postgebäude bis zur alten „Meierei Schlüter“ (das zweite Gebäude neben dem Rathaus im „Kätnerskamp“, Richtung „Rosenberg“) und verläuft westlich durch den „Lassenweg“ auf Höhe des „Heidbergs“ an der Schule, schließt den  Sprengerteich ein und endet östlich des „Streitbergs“ wieder in der „Möwenstraße“.